Atomunfall in Norddeutschland..

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Atomunfall in Norddeutschland - Was wäre wenn…

Fotoausstellung von Alexander Neureuter in Greifswald zu sehen


Greifswald 12. bis 29. Mai 2015 - Was wäre wenn es zu einem schweren atomaren Unfall im Atomkraftwerk Brokdorf kommen würde? Dieser Frage widmet sich der Umweltjournalist Alexander Neureuter in seiner Fotoausstellung, die vom 12. bis 29. Mai werktags von 8 bis 17 Uhr im Foyer der Mensa am Schießwall zu sehen ist. Jeweils von 11 bis 14 Uhr ist die Greenpeace Gruppe Greifswald-Stralsund vor Ort, um Fragen rund um die Themen Atomkraft und Atomausstieg zu klären und weitergehender zu informieren. Auch finden vom 12. Mai bis 7. Juni weitere Veranstaltungen zum Thema statt:
12.5. 12:00 Uhr Mobile Ausstellungseröffnung (Fischmarkt)
19:30 Uhr „Das Ding am Deich“ – Filmabend im Mensakino (am Schießwall), Eintritt frei, Einlass ab 19 Uhr
18.5. 20:00 Uhr „Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft“ Lesung im Studententheater Stuthe (Franz-Mehring-Str. 48)
7.6. 13:00 Uhr Führung im Atomkraftwerk Lubmin (Anmeldung bis 1.6.)


Die Ausstellung
Nachdem Neureuter in seiner Ausstellung „So lang’s noch nicht zu spät ist“ gezeigt hat, wie es heute rund um Tschernobyl aussieht, stellt er den Tschernobyl-Motiven nun vergleichbare Szenen aus Norddeutschland gegenüber und zeigt damit eindrücklich, welche Folgen ein schwerer Atomunfall im Atomkraftwerk Brokdorf auf die Region Norddeutschland und sogar ganz Europa haben könnte. Ein menschenleeres Riesenrad in Pripyat steht neben einem von fröhlichen Jahrmarktbesuchern umringten Riesenrad auf dem Hamburger Dom. Die Botschaft der 70 Bilder ist klar: Das Atomkraftwerk Brokdorf und weitere sind weiter am Netz und stellen ein fast vergessenes Gefahrenpotential dar. Bei einer Havarie mit Nuklidfreisetzung würden große Flächen im dicht besiedelten Europa kontaminiert und dauerhaft unbewohnbar gemacht. Ein GAU ist keine lokale Angelegenheit und der Super-GAU in Tschernobyl schon fast vergessene Realität.
Das Zwischenlagen Nord in Lubmin – Atommüll vor unserer Haustür
Trotz des beschlossenen Atomausstiegs ist die Atomkraft in Deutschland noch lange nicht abgehakt, denn der Atommüll bleibt. Wo ist bis heute nicht geklärt. In Zwischenlagern, wie dem Zwischenlager Nord in Lubmin, die langsam zu einem Dauerprovisorium werden? Nachdem die Fläche des ehemals größten Atomkraftwerks der DDR zunächst nur zur Zwischenlagerung von atomaren Abfällen aus der beiden ostdeutschen Kernkraftwerken genutzt werden durfte, können heute Abfälle aus dem gesamten Bundesgebiet ohne Begrenzung der Lagerzeit eingelagert werden. So wenig die oberirdischen Hallen in Lubmin dafür geeignet sind, werden sie langsam zu einer unverantwortlichen Dauerlösung; einer Gefährdung von Mensch und Natur.

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